Arbeitsalltag als GP

Der normale Arbeitstag eines britischen Hausarztes beginnt morgens zwischen 8 und 9 Uhr und endet zwischen 18 und 19 Uhr am Abend. Die effektive Arbeitszeit beträgt ca. 40 – 50 Stunden die Woche.

Der Tag beginnt meist mit der Sprechstunde, die durch telefonische Terminabsprache festgelegt wird, wobei nur im Notfall Patienten ohne Termin aufgenommen werden. Wie bereits dargelegt bietet die tägliche Arbeit eines General Practitioners ein breitgefächertes Spektrum von schwangerschaftlichen Vorsorgeuntersuchungen über Halsschmerzen bis zu Brüchen und Verstauchungen.

Der durchschnittliche britische Hausarzt kann sich 10 Minuten pro Patient Zeit nehmen. Um diese Zahl zu begrenzen und GPs zu entlasten, gehören die telefonische Diagnostik und die Übermittlung von Laborergebnissen auf diesem Weg ebenfalls zu den alltäglichen Aufgaben.

Gegensätzlich zum deutschen System basiert die Arbeit eines Hausarztes starkt auf der Arbeit im Team. Ein GP wird durch ein großes Team diverser medizinischer Berufe unterstützt und entlastet. Hiermit kann eine gründliche Untersuchung und Diagnostik gewährleistet werden. Oft findet eine Arbeitsaufteilung innerhalb des ärztlichen Teams statt. Dies bedeutet zum Beispiel, dass einzelne Hausärzte für einen bestimmten Zeitraum die Verantwortung für alle Hausbesuche oder Notfälle übernehmen, während andere Sprechstunden bewältigen. Im Rahmen von Meetings werden neben medizinisch relevanten Themen, Arbeitsabläufe sowie geschäftliche Dinge regelmäßig im Team besprochen.

Die Bürokratie des hausärztlichen Alltags umfasst das Einsehen der Post, das Erstellen von Befunden, Überweisungsbriefen, Berichten und Gutachten. Hierbei ernennen Gemeinschaftspraxen desöfteren einen „Praxis-Manager“ der als Leiter eine administrative Aufgabe übernimmt und die größte Verantwortung für die Mitarbeiter trägt.



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