Krankenhäuser in Großbritannien

Das britische Krankenhaus unterscheidet sich in einigen wichtigen organisatorischen, strukturellen und arbeitstechnischen Fakten von einem normalen deutschen Krankenhaus.

Insgesamt gliedert es sich in folgende Abteilungen:

Notaufnahme

Fast jedes Krankenhaus auf den britischen Inseln besitzt eine solche auch als A&E (accident and emergency) bezeichnete Station. Es ist eine von 2 möglichen Wegen in ein britisches Krankenhaus eingewiesen zu werden. Da hier die akuten Notfälle behandelt werden, herrscht verständlicherweise eine eher ungemütliche Atmosphäre. Um die Fachärzte dementsprechend entlasten zu können, findet die Erstaufnahme des Krankheitsbefundes durch eine/n KrankenpflegerIn statt. Diese nutzt das System der Triage, um die Patienten nach Priorität einzuordnen. Durch das Einstufen der Schwere der Verletzungen oder der Krankheit wird die Wichtigkeit der Behandlung festgestellt. Lange Wartezeiten sind in den Notaufnahmen Großbritanniens oft die Regel, weshalb bei geringfügigen Verletzungen oder Symptomen auch auf den Hausarzt – GP verwiesen wird. Die ärztlichen Untersuchungen werden meist von jüngeren Ärzten, die im Schichtdienst arbeiten durchgeführt.

Admission

Dieser „Empfang“ dient zur Einweisung und Aufnahme der von einem Hausarzt überwiesenen Patienten. Nachdem der Patient, ebenfalls oft von einem jungen Arzt und zur Kontrolle von einem Consultant, untersucht wird, findet die Verlegung auf die zuständige Station – Ward statt.

Krankenstation – Ward

Das Krankenhaus in Großbritannien teilt sich wie in Deutschland in entsprechende Krankenstationen, Wards genannt ein. Hier findet die stationäre Behandlung des Patienten statt. Da im Vereinigten Königreich noch öfters große Krankensäle zu finden sind, wird der Patient zum Erhalt der Privatssphäre durch einen Vorhang abgeschirmt. Die Sauberkeit und apparative Ausstattung entspricht den europäischen Standards und ist mit Deutschland zu vergleichen. Da GPs durch fehlende Apparatur oder Zeit, oft nicht in der Lage sind eine Diagnostik anhand von Ultraschall oder Röntgen zu stellen, findet diese apparative Untersuchung oft im Umfeld eines Krankenhauses statt. Dies führt wieder zu langen Wartezeiten, da die zuständigen Hausärzte nur mit den einfachsten Geräten ausgestattet sind.

Out–Patients–Clinic und Walk-In-Centers

Die Entlastung der Haus- und Fachärzte findet in Großbritannien an vielen Stellen statt. Eine dieser Möglichkeiten wird innerhalb der Out-Patients-Clinics ausgeschöpft. Dort werden ambulante Untersuchungen und ambulante Operationen durchgeführt, die nicht stationär stattfinden müssen. Diese Diagnostik und Behandlung wird durch Termine und Sprechstunden festgelegt. Out-Patients-Clinics finden sich meist in ländlichen Gebieten mit geringer Populationsdichte und nur geringer Möglichkeit zur klinischen Behandlung.

Walk-In-Center sind ebenfalls eine Lösung des Ärztemangels, da sie besonders geschultes Pflegepersonal und andere Mitarbeiter des Gesundheitswesens nutzen um kleiner Behandlungen und Untersuchungen durchzuführen. Diese finden sich meist in größeren Städten oder Ballungsgebieten, um die Arbeit in Notaufnahmen zu vereinfachen.



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